Schlafstörungen/Schnarchen

Schlaf­stör­un­gen/Schnar­chen

Der Mensch benötigt regelmäßig Schlaf, um sich geistig und körperlich zu regenerieren. Langandauernde Schlafstörungen führen zu einer zunehmenden körperlichen Erschöpfung. Die am häufigsten auftretenden Symptome im Zusammenhang mit chronischen Schlafstörungen sind das Schnarchen und/oder nächtliche Atempausen (sog. Apnoen). Jeder zehnte Bürger der Bundesrepublik Deutschland klagt über einen nicht erholsamen Schlaf. Etwa die Hälfte unserer Bevölkerung schnarcht mehr oder weniger häufig. Hierbei sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Darüber hinaus steigt die Anzahl der Schnarcher mit zunehmendem Lebensalter.

Von den Schnarchern haben ca. 10% eine obstruktive Schlafapnoe, die mit gefährlichen nächtlichen Atempausen einhergeht und langfristig u. a. zu einem schwer einstellbaren Bluthochdruck oder chronischen Herzrhythmusstörungen beitragen kann. Eine frühzeitige Erkennung der Schlafapnoe und umgehende Therapieeinleitung ist somit erstrebenswert. Im Gegensatz dazu ist das habituelle Schnarchen eher ein soziales Problem, da es meistens nur für den Bettnachbarn „lästig“ ist.

Um Schlafstörungen genau diagnostizieren zu können, bieten wir nachfolgendes an:

  • vollständige HNO-Untersuchung inkl. Nasen-/Rachen- und Kehlkopfendoskopie
  • Erfassung des Zahnstatus und eventueller Bissfehlstellungen
  • Form des Gesichtsschädels (insbesondere Stellung des Unterkiefers)
  • Ermittlung der Tagesmüdigkeit durch Verwendung standardisierter Fragebögen (z. B. Epworth-Sleepiness-Scale)
  • Polygraphie (sog. Schlafscreening)
    Mit der Polygraphie kann man Atempausen, Sauerstoffabfälle und Schnarchen in der Nacht aufzeichnen und auf diese Weise schwergradige Formen der obstruktiven Schlafapnoe ausschließen.
  • Polysomnographie (Schlaflabor), CPAP- und BIPAP-Ersteinstellungen sowie -kontrollen; Schlaflabor Siegert Med GmbH
  • ggfs. medikamenten-induzierte Schlafendoskopie (MISE)

Mittels Schlafendoskopie werden die anatomischen Verhältnisse im Schlaf beurteilt. Mit Hilfe eines Anästhesisten (Narkosearzt) wird der Patient in einen „künstlichen“ Schlaf versetzt. Anschließend erfolgt eine flexible Spiegelung der oberen Atemwege, bei der auch verschiedene Therapieoptionen simuliert werden können.